Curriculum "Theorie der Verkehrspsychologie"



Allgemeine Informationen:
Die Theorie der Verkehrspsychologie - spannend dargebracht in einem kompakten Curriculum. Die Seminare sind sowohl für Neueinsteiger in die Materie als auch für erfahrene verkehrspsychologisch tätige PsychologInnen konzipiert.
Zielgruppe: Psychologinnen mit Interesse am Thema, TrainerInnen im Rahmen der Mehrphasen - Führerscheinausbildung, PsychologInnen, die sich in Ausbildung zum/zur VerkehrspsychologIn gem. FSG-GV bzw. KursleiterIn gem. FSG-NV befinden (vgl. §20 (2) FSG-GV und §7 (1) 2 FSG-NV). VerkehrspsychologInnen (FSG-GV) und KursleiterInnen (FSG-NV), die ein Interesse an fachspezifischer Weiterbildung haben.
Wichtig: Die Seminare sind als Aus- und Weiterbildung gem. FSG-GV und FSG-NV anerkannt.
Gemäß Schreibens vom BMVIT vom 21.06.2011 wurden und werden künftig Privatissima für Aus- und Weiterbildungen nicht akzeptiert. Besuchen Sie daher unsere anerkannten Seminare und absolvieren Sie bei uns Ihre nötigen Aus- und Weiterbildungsstunden.
Beachten Sie die ab Aus- und Weiterbildungsrichtlinie des BMVIT bzgl. FSG-GV. Es sind infolge Stunden in den folgenden 5 Kategorien zu erwerben:
+ Kategorie 1: Einführung in die Verkehrspsychologie, Verkehrskonflikttechnik (min. 30 Stunden)
+ Kategorie 2: Risikogruppen im Straßenverkehr (min. 30 Stunden)
+ Kategorie 3: Verkehrserziehung und Grundlagen des Verkehrsverhaltens (min. 24 Stunden)
+ Kategorie 4: Verkehrsrecht (min. 7 Stunden)
+ Kategorie 5: Diagnostik und Begutachtung (min. 16 Stunden)
Ablauf: 16 Module zu je 10 Einheiten, somit 160 Einheiten
Abschluss: Diplom für die gesamten 160 Einheiten, Teilnahmebestätigung für einzelne Module.
Aus- und Weiterbildungsrichtlinie des BMVIT


SE1616: Verkehrsrecht für VerkehrspsychologInnen
Termin: Sa., den 17.11.2018, 09.00-18.30 Uhr, 10 Einheiten
Ort: KSV, Rustenschacherallee 3, 1020 Wien
Kosten: EUR 220,00 (inkl. USt.), Anmeldeschluss: zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn
Approbiert als Aus- und Weiterbildungsveranstaltung durch den Verkehrspsychologischen Koordinationsausschuss und die Expertenkommission.
Weiterbildungsveranstaltung für Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen
Referentin: Mag. Brigitte Nedbal-Bures, M.A.
Stunden nach Ausbildungskategorien: 10h (Kat.4)

Über die Referentin: Landespolizeidirektion Wien, Büro Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten, Referat Grundsatzangelegenheiten, Nach Abschluss des Studiums der Rechtswissenschaften an der Universität Wien erfolgte 1992 der Dienstantritt als Konzeptsbeamtin bei der Bundespolizeidirektion Wien/Polizeikommissariat Josefstadt. 1999 wurde die Tätigkeit im Bereich Verkehrsrecht als Referentin im Verkehrsamt Wien aufgenommen und seit dem Jahr 2002 in der Präsidialabteilung der Bundespolizeidirektion Wien (seit 01.09.2012 LPD Wien), fortgesetzt. Publikationen z.B. im Rahmen des ZVR-Verkehrsrechtstages.
Aus dem Inhalt: Ziel der Veranstaltung ist es, den Teilnehmern neben einem Überblick über die allgemeine Rechtslage für diesen Bereich jene Bestimmungen näher zu bringen, die Grundlage für die Tätigkeit eines Verkehrspsychologen darstellen.

Darüber hinaus soll die Erörterung einschlägiger Judikatur ein Problembewusstsein für die wesentlichen Elemente eines verkehrspsychologischen Gutachtens schaffen und die Notwendigkeit eines effektiven Zusammenwirkens von Arzt und Verkehrspsychologen als Beitrag zur Hebung der Verkehrssicherheit erläutern.

Aus dem Inhalt: Gemäß § 20 Abs. 2 FSG-GV hat die Ausbildung zum Verkehrspsychologen, sowie gemäß § 7 Abs. 1 FSG-NV die Ausbildung zum Kursleiter, mindestens 160 Stunden Theorie der Verkehrspsychologie, welche auch den Bereich des Verkehrsrechts umfasst, zu enthalten.

Im Rahmen der geplanten Schulung sollen daher folgende Bereiche erörtert werden:

Rechtsgrundlagen zu den Themen:
+ Alkohol und Suchtgift (§§ 5ff. StVO 1960, § 14 FSG)
+ Abgrenzung zu § 58 StVO 1960
+ Abgrenzung der Begriffe „Verkehrszuverlässigkeit“ und „Gesundheitliche Eignung zum Lenken von Kraftfahrzeugen“
+ Bestimmungen der FSG-GV und der FSG-NV
+ Unterscheidung „Verwaltungsstrafverfahren“ und „Entziehungsverfahren“
+ Zusammenwirken von Amtsärzten und Verkehrspsychologen
+ Erstellung von verkehrspsychologischen Gutachten, Besprechung von Judikatur und Erörterung ausgewählter Problembereiche
+ Alkolock

SE0218: Alternatives Bewährungssystem: Anwendung, Umsetzung, Implikationen für VerkehrspsychologInnen
Termin: Sa., den 01.12.2018, 09.00-18.30 Uhr, 10 Einheiten
Ort: Wien
Kosten: EUR 220,00 (inkl. USt.), Anmeldeschluss: zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn

Weiterbildungsveranstaltung für Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen
ReferentInnen: Jürgen Grassl, MSc, Ing. Thomas Leitgeb, Mag. Brigitte Nedbal-Bures, M.A.

Über die ReferentInnen:

Jürgen Grassl, MSc: Msc in Emergency Health Services Management, Lehrsanitäter, Notfallsanitäter NKI, Projektverantwortlicher FSG-ABSV beim ASBÖ

Ing. Thomas Leitgeb: Key Account and Project Management, Dräger Austria GmbH

Mag. Brigitte Nedbal-Bures, MA: Landespolizeidirektion Wien, Büro Grundsatz- und Rechtsangelegenheiten

Aus dem Inhalt: Ing. Thomas Leitgeb gibt einen technischen Überblick über das Alkolock-System von Dräger. Mag. Brigitte Nedbal-Bures schildert die rechtlichen Rahmenbedingungen der FSG-ABSV und die juristischen Zusammenhänge für die Praxis. Jürgen Grassl MSc geht auf die praktische Umsetzung des Projekts ein.

SE0118: Praxisseminar zur Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen und Augenzeugenberichten im psychologischen Explorationsgespräch
Termin: Fr. und Sa., den 05. und 06.04.2019, Fr. 14.00 - 18.30 Uhr und Sa. 09.00-18.00 Uhr, 15 Einheiten
Ort: Wien
Kosten: EUR 330,00 (inkl. USt.), Anmeldeschluss: zwei Wochen vor Seminarbeginn
Approbiert als Aus- und Weiterbildungsveranstaltung nach FSG-GV und FSG-NV
Weiterbildungsveranstaltung für Klinische PsychologInnen und GesundheitspsychologInnen
Referent: Univ.-Doz. Dr. Walter Renner
Stunden nach Ausbildungskategorien: 3h (Kat.4), 12h (Kat.5)

Über den Referenten: Professor an der Paneuropäischen Universität, Lehrtherapeut für Verhaltenstherapie ,Klinischer- und Gesundheitspsychologe, Verkehrspsychologe und Kursleiter mit Ausbildungsbefugnis
Aus dem Inhalt: Teil 1 des Seminars hat die Beurteilung der Glaubhaftigkeit von Aussagen zum Gegenstand. Wahre, erlebnisbezogene Aussagen unterscheiden sich von unwahren Erzählungen durch eine Reihe von Qualitätskriterien, die in der forensischen Psychologie gut etabliert sind. Diese Kriterien können Psychologinnen und Psychologen, welche im Rechts-, Verkehrs- oder Justizbereich bzw. als Sachverständige tätig sind, eine Orientierung darüber geben, ob Berichte auf realen Erlebnissen beruhen dürften. Nach detaillierter Vorstellung dieser Kriterien werden die Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer selbst Gelegenheit haben, diese in praktischen Übungen anzuwenden, um den Wahrheitsbezug von Berichten in der Praxis zu beurteilen.
Teil 2 des Seminars erläutert ebenfalls mit hohem Praxisbezug die Psychologie der Augenzeuginnen und Augenzeugen. Nach einleitenden praktischen Übungen dazu anhand von Videomaterial erhalten die Studierenden ausführliche, empirisch begründete Informationen über günstige und ungünstige Bedingungen für zutreffende Augenzeugenberichte. Insbesondere werden aktuelle Methoden zur Gesprächsführung präsentiert, welche sich in empirischen Studien als vorteilhaft für zutreffende Augenzeugenberichte erwiesen haben. Anhand von vorbereiteten Fallvignetten sowie anhand eigener lebensgeschichtlicher Erinnerungen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, das Gelernte unter Anleitung des Seminarleiters zu üben – wobei sowohl die Rolle der fragenden als auch jene der befragten Person eingenommen wird.