Validation



Die Absolvierung dieses Curriculums soll allen Teilnehmern ein breites theoretisches und praktisches Wissen im Bereich der Validation (entwickelt von Naomi Feil seit 1963) vermitteln. Mit der Validationsmethode gelingt es mit sehr alten, desorientierten Menschen bzw. Menschen mit Demenz, zu kommunizieren. Sie hat zum Ziel, das Verhalten und die Gefühle von Menschen mit Demenz als für sie gültig zu akzeptieren („zu validieren“) und reduziert damit Stress.

Info-Broschüre 2017

Lehrgangsüberblick

Neuer Kursstart: 17.03.2017
Lehrgangstermine Kurs 2017: 17./18.03.2017 und 21./22.04.2017
Informationsabend: Di., 21.02.2017, 18.00 Uhr bei AAP (Vereinsgasse 15, 1020 Wien)

Kosten: EUR 890,- inkl. USt.
Umfang: 40 Einheiten
Referentin: Mag. Christina Brizic-Stöger
Anmeldeschluss: zwei Wochen vor Lehrgangsstart
Veranstaltungsort des Lehrgangs : Wien
Seminarzeiten: jeweils Fr, 13:00-21:00h und Sa, 09:00-18:00
Weiterbildung für Klinische PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen, ÄrtzInnen, PsychotherapeutInnen, Heimhilfen,  diplomiertes Pflegepersonal, AltenpflegerInnen, ...

Lehrgangsbeschreibung


Mit Validation kann es gelingen, Menschen mit Demenz in ihrer Gefühlswelt zu erreichen. Egal in welcher Realität sich desorientierte Menschen bzw. Menschen mit Demenz gerade befinden, Validation kann uns dabei helfen, sie zu verstehen und den Kontakt mit Ihnen erleichtern. Sie unterstützt uns, Situationen, die für uns schwierig sind, zufriedenstellender zu meistern. So können beide Seiten von Validation profitieren.
Validation ist für alle Menschen interessant, die mit sehr alten Menschen mit demenziellen Veränderungen zu tun haben: Angehörige dieser Menschen, professionell Pflegende, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, ÄrztInnen, Angehörige anderer Gesundheitsberufe, in beratenden oder therapeutischen Settings Tätige - zusammengefasst alle Menschen, die an einer verbesserten Kommunikation mit diesen Menschen interessiert sind.
Für uns, die sehr alte Menschen, die an einer Demenz erkrankt sind begleiten, ist entscheidend, einen Zugang zu diesen Menschen zu finden. Wir müssen es schaffen, einen Weg in ihre innere Erlebniswelt zu finden. Wir sollen sie akzeptieren und dürfen nicht versuchen, sie zu korrigieren. Dann kann der Umgang mit Ihnen in einer leichteren, entspannteren Art erfolgen, der diesen Menschen ihre Würde wiedergibt bzw. ihnen lässt. So ermöglicht Validation, den Alltag mit ihnen befriedigender zu gestalten und die Aufträge, die wir von unterschiedlichen Seiten erhalten, zu erfüllen.
Zum Abschluss, einige Zitate von Naomi Feil:

„Die vertrauensvolle Kommunikation ist entscheidend – das kann man lernen. Kommunikation bedeutet dabei nicht nur Sprache. Auch Umarmungen, sanfte Berührungen, Singen, Bewegungen – das alles schafft Sicherheit, reduziert Aggressionen und Stress. Davon profitieren auch die Pflegenden. Häufig können auch Medikamente wie etwa Beruhigungsmittel reduziert werden.“

„Wir behandeln alte Menschen oft wie Kinder, reduzieren sie auf die Krankheit. In der Validation hingegen sehen wir den ganzen Menschen, nicht nur sein Gehirn. Jemanden zu validieren bedeutet, seine Gefühle als wahr anzuerkennen. Ich urteile nicht – ich akzeptiere das, was die Menschen sagen.“

„Wir müssen lernen, die Weisheit und Würde dieser Menschen zu achten.“

(
Naomi Feil, Kurier, 07. Jänner 2014 )

Die einzelnen Module im Detail

Modul 1: Grundlagen
+ Wer ist Naomi Feil?
+ Was ist Validation?
+ Zielgruppe der Validation: Für welche Menschen ist die Validation anwendbar
+ Grundhaltung in der Validation: Empathie
+ Prinzipien der Validation
+ Bedürfnisse von desorientierten Menschen
+ Theorie der Lebensaufgaben nach Erik Erikson
+ Aufarbeitungsphasen nach Naomi Feil
+ Verbale und nonverbale Kommunikationstechniken
+ Übungen, um sich mit der Technik der Validation vertraut zu machen
+ Was können wir von Validation erwarten?

Modul 2: Aufbau
+ Vertiefung der Inhalte vom Validation-Grundkurs
+ Erweiterung der Inhalte von Validation
+ Praxisbeispiele aus der Gruppe
+ Zeit für Praxis und Übungen
+ Beantwortung offener Fragen

Die Referentin

Mag. Christina Brizic-Stöger
+ Klinische- und Gesundheitspsychologin
+ VIT Validations-Präsentatorin
+ Gerontopsychologin

+ Lehrtätigkeit an der Fachschule für Sozialberufe der Caritas (Wiener Neustadt)
+ Lehrtätigkeiten an der MedUni Wien, IMC, Rotes Kreuz, Wifi
+ Diagnostik, Lese-Rechtschreib Institut Graz, SVA
+ Validation in freier Praxis (http://www.validation-wien.at)
 

Abschluss

Nach Absolvierung des Curriculums erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung über die erfolgte Weiterbildung.

Das Wissen wird als Weiterbildung vermittelt. Das bedeutet, dass Sie es im Rahmen Ihrer bereits bestehenden beruflichen Qualifikationen anwenden können. Es handelt sich nicht um eine Ausbildung zur Erlangung neuer berufsrechtlicher Qualifikationen.