Erwachsenenschutzgesetz



Erwachsenenschutzgesetz
Termin: Fr., den 21.09.2018, 09.00-15.30 Uhr, 6 Einheiten
Ort: Wien
Kosten: EUR 149,00 (inkl. USt.), Anmeldeschluss: zwei Wochen vor Seminarbeginn
Weiterbildungsveranstaltung für Klinische PsychologInnen, GesundheitspsychologInnen, PsychotherapeutInnen, Sachwalter, ...
Referent: Mag. Robert Müller

Über den Referenten:
Jurist, Jhg 1966, seit 1994 Mitarbeiter bei VertretungsNetz in Graz und Wien im Bereich Sachwalterschaft, Clearing und Rechtsberatung, aktuelle Tätigkeitsschwerpunkte sind Vortragstätigkeit und Umsetzung des neuen ErwSchG, inhaltlichen Konzeptarbeit sowie interne Aus- und Fortbildung der MitarbeiterInnen im Clearing. Zwischen 2013 und 2017 auch Vortragender an der FH – Joanneum, Graz im Studiengang „Soziale Arbeit“. Publikationen zuletzt „Fürsorge versus Selbstbestimmung“, iFamZ Oktober 2017 und „Unterstützung statt Stellvertretung“ in Brinek (Hrsg) „Erwachsenenschutz statt Sachwalterschaft – Schritte zu einem selbstbestimmten Leben (Juni 2017).

Aus dem Inhalt:
Das neue Erwachsenenschutzgesetz (ErwSchG) wird ab 1.7.2018 die Sachwalterschaft als gesetzliche Vertretung von kognitiv beeinträchtigten oder psychisch kranken Personen ablösen. Ausgangsimpuls dafür war die UN Behindertenrechtskonvention (UN BRK) und ihre zentrale Forderung, Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen nicht mehr als Objekt von Rechtsfürsorge, sondern als Subjekt von Selbstbestimmung zu sehen.

Mit dem neuen Erwachsenenschutzrecht erfolgt nicht nur eine umfassende Neugestaltung des gesamten Bereichs, sondern auch ein tiefgreifender Paradigmenwechsel in der Haltung gegenüber den betroffenen Personengruppen und im Zugang zum gesamten Themenkomplex von Stellvertretung und Unterstützung. Die Veranstaltung soll einen Überblick über die wichtigsten Änderungen vermittelt.

+ Artikel 12 der UN BRK und seine „Handschrift“ im neuen österreichischen ErwSchG
+ Die neuen Vertretungsformen, das sogenannte „Vier Säulen Modell“ der Erwachsenenvertretung,
+ Handlungsfähigkeit, Entscheidungsfähigkeit und Geschäftsfähigkeit im neuen ErwachsenenschutzG
+ Selbstbestimmung und Rechtsschutz bei Entscheidungen in persönlichen Angelegenheiten insbesondere medizinische Behandlungen und Wohnortentscheidung/Heimübersiedlung
+ Vertretung unter Wahrung von Selbstbestimmung im Bereich der Einkommens- und Vermögensverwaltung
+ Die neuen Aufgaben der Erwachsenenschutzvereine (vormals Sachwaltervereine) als Schaltstelle bei der Abklärung und Errichtung von Vertretungsverhältnissen